Michael Kerres

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Michael Kerres on Learning Innovations and Digital Media
Aktualisiert: vor 1 Stunde 14 Minuten

Party over.

27 Juli, 2010 - 18:05
Letzte Woche Party auf der Autobahn. Und jetzt, die Stimmung ist verflogen, nach den Ereignissen rund um die sog. Loveparade. Einen Kilometer etwa entfernt von unseren Büros in Duisburg fand das Unglück statt. Es ist schon so viel dazu gesagt worden. Es bleibt furchtbar für die Familien und Freunde, für die ganze Stadt.


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LearningLab: Live und Lebendig

23 Juli, 2010 - 05:34
Das Ende des Semesters naht. Hochbetrieb am Duisburg Learning Lab. Neben mehreren Projekt-Workshops mit externen Partnern fanden der Abschlusskongress des ersten Schülerkollegs und der Open EDAY mit jeweils über 100 Personen am Duisburg Learning Lab statt. Und weitere 100 Absolvent/innen des Online-Master Educational Media und Studierende des Bachelor-Abschlussjahrgangs präsentierten ihre Medienprojekte.
Ein wenig erschlagen fühle ich mich, bei den vielen Projektaktivitäten und -planungen. Und zugleich glücklich, über so viel lebendige Diskussionen und Begegnungen am Duisburg Learning Lab. Jetzt nähern sich die Ferien und die Steiermark ruft!




Bilder: Klaus Schwarten
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Lenzen traut sich

22 Juli, 2010 - 16:36
Prof. Lenzen, der neue Präsident der Uni Hamburg, sagt im Hamburger Abendblatt, was Manche denken, aber vermutlich nur Wenige so deutlich formulieren würden:

Die Einführung von sogenannten Career Services, Mentoring-Programmen und einem Qualitätsmanagement sei in einer Bildungseinrichtung „völlig überflüssig“, sagte der Präsident der Hamburger Universität weiter. „Gebildete Menschen brauchen weder sozialpädagogische Betreuung noch brauchen sie Coaches und Ratschläge … und schon gar nicht brauchen sie ein Qualitätsmanagementsystem.“ In einer Bildungseinrichtung sei Qualität eine Frage der Ehre und nicht des Managements.
Da darf man auf die Entwicklung in Hamburg gespannt sein :-)weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

A40: Die Inszenierung

18 Juli, 2010 - 18:10
Autobahn A40: Symbol für das Ruhrgebiet, das durch eine Strasse, und nicht viel mehr, verbunden ist. Heute, am Sonntag, ist die Lebensader des Ruhrgebietes gesperrt für Autos und die "normalen" Menschen im Ruhrgebiet inszenieren im Rahmen der "Kulturhauptstadt" jenes kollektive Schauspiel , das sie so gut beherrschen: "Stau auf der A40". Das geht mit Autos, aber wir können es auch mit Fahrrädern und zu Fuß aufführen, wenn wir nur genügend Millionen Menschen mobilisieren. Und auch hier kann das Ruhrgebiet punkten: An solchen Ereignissen spürt man die Kraft des Ruhrgebiets, wenn Menschen sich mobilisieren und ihre Strasse erobern. Und die Menschen schaffen, ihre Autobahn als Kulisse für ein lebendiges Fest der Begegnung zu interpretieren. Ich bin begeistert, und schon heute steht fest: Der Höhepunkt der Festivitäten zur "Kulturhauptstadt" - zumindest für die Menschen hier - war das "Stillleben" auf der #A40.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

social tools @ DelFI

16 Juli, 2010 - 20:54
Im September kommt DeLFI nach Duisburg: Die Tagung der Fachgruppe E-Learning der Gesellschaft für Informatik. Die wichtigsten beiden Meilensteine dazu sind vor den Sommerferien fertig geworden: Das Programm steht und der Tagungsband geht - Dank Nadine Ojstersek und der maßgeblichen Unterstützung unserer stud. Mitarbeiter/innen - in Druck. Der Lehrstuhl hat zusätzlich zur Info-Website eine Community-Plattform aufgesetzt. Anders als z.B. Mixxt ist diese Plattform ganz speziell für Konferenzen entwickelt worden. Neben den üblichen Möglichkeiten von Sozialen Plattformen kann das Tagungsprogramm abgebildet werden und angemeldete User können sich ihren individuellen Fahrplan für die Tagung zusammenstellen und ausdrucken. Sie sehen dabei z.B., wer sich sonst auch für einen Vortrag oder einen Track interessiert und können in verschiedener Weise Kontakt aufnehmen. Auf oder nach der Tagung können über das 2.0 - Tool auch sehr gut Tweets, Fotos und Blogs zur Tagung verfolgt werden. Nach der Tagung können Präsentationen und Materialien verfügbar gemacht werden und für die Evaluation der Tagung können Beiträge bewertet werden und Rückmeldungen verfasst werden.

Auf der Tagung selbst wird noch ein weiteres Experiment zu Community-Tools zum Einsatz kommen: Im Vorfeld der Planung gab es viel Diskussion über Twitter und Twitterwalls auf Konferenzen. Gerade frisch waren internationale Tagungsberichte und eigene Erfahrungen zu Keynotes, wo auf parallel laufenden Twitterwalls "wenig konstruktive" Anmerkungen liefen. Zu bedenken ist auch, dass auf der gemeinsamen Tagung der DeLFI mit dem GI-Fachbereichs "Mensch und Computer" sowie den Usability-Professionals unter dem Label "Interaktive Kulturen" ca. 600 Personen aus unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Erfahrungshintergründen zu Web 2.0 zusammenkommen werden. In der AG Hoppe ("Collide") wurde deswegen ein stud. Praxisprojekt aufgesetzt, um eine Lösung zu entwickeln, mit der Tweets für eine Twitterwall auf Konferenzen gruppiert und moderiert werden können. Auf dem open eday hat die Gruppe um Sabrina Ziebart das Projekt vorgestellt. Es ist schon sehr ausgereift und ich denke, es wird bis zur Tagung im September fertig werden. Ich bin gespannt, ob und wie die Community- Plattform einerseits und das neue Tool für Twitterwalls ankommen und genutzt werden. Hier geht es übrigens zur Anmeldung :-)weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Mobiles Lernen am DLL

12 Juli, 2010 - 13:51
Viele bisherige Lösungen für "mobile learning" haben mich wenig überzeugt. Zum einen waren die technischen Begrenzungen einfach zu groß: Auf einem winzigen Handy-Display sind die Darstellungsmöglichkeiten extrem beschränkt. Laptops scheiterten an der geringen Dauer der Akku-Ladung. Und folglich wirkten auch die mediendidaktischen Ansätze des mobile learning wenig organisch in die Lebens- und Arbeitssituation von Lernenden eingebunden.
Ich meine, man kann behaupten, dass sich dies (erst) seit kurzem insbesondere durch folgende technischen Entwicklungen geändert hat:
- In der Kategorie der Netbooks sind Geräte verfügbar, deren Akku lange genug hät, dass sie für den Einsatz in Schule bzw. Hochschule taugen.
- In der Kategorie der Tablets sind Geräte verfügbar, die Menschen aufgrund Größe und Gewicht in ihrem Alltag überallhin begleiten.
- In der Kategorie der Smartphones sind Geräte verfügbar, deren Interface so gestaltet ist, dass mit ihnen tatsächlich (angepasste) Webseiten mit Informationen oder Anwendungen einfach genutzt werden können.

Apple hat in allen Kategorien Maßstäbe gesetzt, aber Apple ist nicht ohne Konkurrenz unterwegs. Für die Entwicklung von Lern- Applikationen wird interessant, wie Lösungen anzulegen sind, die möglichst plattformübergreifend laufen. Am Duisburg Learning Lab konnten wir jedenfalls für die Entwicklung und Erprobung von mobile learning-Szenarien in entsprechende Geräte von Apple, aber auch Dell investieren. Dell lieferte deutlich schneller, aber die Apple-Lieferung löste deutlich mehr Begeisterung am Duisburg Learning Lab aus :-)weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Moving Day

7 Juli, 2010 - 06:28
Die learninglab GmbH - der Spin-Off aus dem Duisburg Learning Lab - ist nach 1,5 Jahren im Tectrum ("Technologiezentrum für Duisburg") in ein neues Gebäude gezogen. Das Tectrum hat der GmbH einen einen guten Start geboten, doch nun war es Zeit, sich zu vergrößern. Gemeinsam mit den Rheinschafen , einer Web-Agentur, konnte das Gebäude an der Wintgensstrasse in Duisburg nach Umbauten pünktlich bezogen werden.

Von hier aus werden die Kunden der GmbH im Bereich E-Learning betreut: von der Beratung und Konzeption über die Entwicklung und Programmierung von Lösungen (insbesondere mit Drupal) bis hin zur Einführung und Schulung. Ein Meilenstein in der kurzen - und erfolgreichen - Geschichte der GmbH .. und bis zur Uni ist es auch
nicht weit. Viel Erfolg!







Neue Anschrift:
learninglab gmbh
Wintgensstr. 85-87
47058 Duisburg
Tel.: (0203) 878 3998 0



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ein Garten für Drupal

2 Juli, 2010 - 18:42
DrupalGarden ist die definitive Umgebung, um Drupal 7 (kostenlos) zu testen. Mehr als das: Es lässt sich eine komplette Drupal- Anwendung mit angepasstem Theme "zusammenklicken", man kann sie dann auf dem Aquia- Server laufen lassen oder runterladen, um sie auf einem eigenen Server zu betreiben.



Dries Buytaert berichtet, dass in wenigen Wochen 10.000 Sites (in Worten: ZEHNTAUSEND) auf dem Aquia-Server realisiert wurden. In einer Stunde habe ich zu Testzwecken eine Beispiel - Website implementiert. Damit lässt sich die Grundstruktur einer Anwendung gut spezifizieren. Für unsere Projekte nutzen wir jedoch Drupal vor allem als Entwicklungsumgebung, d.h. aufbauend auf dieser Grundstruktur lässt sich die Anwendung sehr effizient entwickeln. Unser Spin-Off, die LearninagLab GmbH, hat spezielle Expertise aufgebaut, um entsprechende Anwendungen auf der Basis des Dupal-Frameworks zu entwickeln.

Man kann schon heute klar erkennen, dass und wie weit Drupal 7 fortgeschritten ist. Wie bei früheren Versionen, hängt jetzt von der Geschwindigkeit ab, mit der die Entwickler von einzelnen Modulen an die Anpassung gehen, ob und wie schnell Drupal 7 in der Breite nutzbar wird: Drupalgarden wird tausende Blumen zum Blühen bringen!weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Online-Campus goes Drupal

1 Juli, 2010 - 14:37
Endlich - in dieser Woche hat die Entwicklung einer neuen Lernplattform für unsere E-Learning Studienangebote am Duisburg Learning Lab gestartet. Seit langem ist uns klar, dass wir unseren Online- Studierenden ein besseres Angebot machen wollen bzw. müssen. 2002/03 haben wir auf der Basis von ASP und .NET den Online-Campus entwickelt, auf dem etwa das Studienprogramm Educational Media läuft. Es organisiert das Lernen in Matrikeln, als Studierende, die gemeinsam ein bestimmtes Programm mit einer definierten Folge von Kursen "durchlaufen".

Nun steht ein konzeptueller Wandel an: Wir wollen das Studienprogramm inhaltlich erweitern, die Kurse freier - auch in der Abfolge - kombinierbar machen und vor allem auch einzeln belegbar machen. Das hat zur Folge, dass hier (wie auch bei typischen LMS) der Kurs im Vordergrund steht und nicht das Matrikel.

Zugleich hat sich in den letzten fünf Jahren, in denen am Duisburg Learning Lab mit DRUPAL in diversen Projekten gearbeitet wird, unsere Erfahrung und Kompetenz in Sachen Drupal deutlich erhöht. Drupal sehen wir hier weniger als CMS, sondern als spezifisches PHP-Framework; als eine leistungsfähige Entwicklungsumgebung für soziale Anwendungen. Aktuell schreiben wir fleißig User Stories für Spezifikationen in der "agilen" Software-Entwicklung.

Im nächsten Schritt ist die Zielplattform genauer zu definieren. Es scheint mir der richtige Zeitpunkt, um die Entwicklung des neuen Online-Campus auf Drupal 7 zu basieren, das RSN als Beta verfügbar sein wird (s.a. Infos zu Ver.7). Am wichtigsten wird das Modul Group (früher OG) sein, da wir einen Kurs als "Group" anlegen wollen: Wir sehen die Lernumgebung als einen sozialen Raum, in dem Akteure mit Artefakten in unterschiedlichen Rollenzuweisungen arbeiten. Zugleich werden einige Prozesse zusätzliche Funktionalitäten benötigen, die in eigenen Modulen realisiert werden müssen (z.B. das Handling von Assignments). Ich möchte auch ganz vorsichtig ankündigen, dass wir in Sachen SCORM 4 Drupal - resultierend aus einem anderen Projekt - unterwegs sind, und dies in OC_NG (Online-Campus Next_Generation) einfließen soll.

Ich überlege nun, wir sich die Kommunikation mit anderen Drupal-Entwicklern aus dem Bildungsbereich intensivieren lässt, um sich über diese Entwicklungen austauschen zu können. Jemand Interesse an einem Workshop nach dem Sommer am Duisburg Learning Lab?weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Lifelong Learning: Die neue Perspektive für Hochschulen

27 Juni, 2010 - 19:33
Und noch ein Experten-Hearing in dieser Woche. Dieses Mal von uns organisiert mit Anke Hanft und Uwe Wilkesmann beim Stifterverband in Berlin - zum Thema: "Lifelong Learning in Hochschulen". Geladen waren Ada Pellert (UdW Berlin), Hans Pechar (U Wien), Andrea Schenker-Wicky (U Zürich), Peter Schettgen (U Augsburg), Rolf Schulmeister (U Hamburg) und Andrä Wolter (TU Dresden). In der Runde konnten bisherige Ergebnisse unseres BMBF-Projektes Studium + Beruf diskutiert werden und der Entwurf eines Positionspapiers zu "LIFELONG LEARNING AN HOCHSCHULEN: NEUAUSRICHTUNG DES BILDUNGSAUFTRAGES VON HOCHSCHULEN" ausgearbeitet werden.

Das Papier soll einen Beitrag zur hochschulpolitischen Diskussion liefern. Im Mittelpunkt steht die Forderung, dass Hochschulen ihren Bildungsauftrag weiter fassen müssen, wenn sie den gesellschaftlichen Anforderungen von "lifelong learning" gerecht werden wollen. Es gilt auch, sich der Gruppe der "nicht-traditionellen Studierenden", die z.B. berufstätig sind oder Kinder betreuen und nicht vollzeit studieren (können), aktiver zu widmen, da sie bereits heute an vielen Universitäten einen beträchtlichen Anteil der Studierenden ausmachen.

Es ist dmait auch eine Stellungnahme zu der aktuellen Diskussion im Kontext des BMBF-Wettbewerbs zu "offene Hochschulen" und seiner inhaltlichen Ausrichtung (GWK-PM ) und wird - schon demnächst - veröffentlicht.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Zu Besuch bei der Zahnmedizin

23 Juni, 2010 - 20:32
Eine Eigenart der Mediendidaktik besteht darin, dass sie unweigerlich auf die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen angewiesen ist: Lernmedien lassen sich nur in der Zusammenarbeit mit Fachexperten produzieren. Das hat den schönen Nebeneffekt, als Mediendidaktiker im Laufe seines Berufslebens einen Eindruck von der Vielfalt der verschiedenen Fachdisziplinen und den Eigenarten der Fachkulturen zu gewinnen.

Gestern hatte ich die Gelegenheit, auf Einladung der Osteology Foundation an einem internationalen Experten-Hearing zum E-Learning in der Zahnmedizin in Zürich vorzutragen. Die grundlegenden Fragen, Befürchtungen und Hoffnungen zu "Educational Technology" ähneln sich zwischen den Fachdisziplinen. Eine Besonderheit ist allerdings der starke "Trainingsanteil" in der Zahnmedizin und die Bedeutung psychomotorischer Kompetenzen in der Zahnbehandlung. Interessant fand ich, einen Einblick in "haptisches Lernen" zu erhalten. Patricia Reynolds vom Kings College stellte Haptic Technology Enhanced Learning  in der Zahnmedizin vor.

Neu war mir, wie weit entsprechende Lernverfahren bereits ausgearbeitet sind. Man ist weit über reine Prototpyen hinaus. Die Rechnung ist ganz einfach: Da ein einzelner Plastikzahn - für Trainingszwecke - ca. 25 Euro kostet, lohnen sich entsprechende Trainingssysteme leicht. Hinzu kommt, dass für das Üben komplexerer Operationen gar nicht genügend "Trainings"-Patienten in Uniklinkien bereit stehen. Ein faszinideres Feld, vielleicht werden wir uns künftig intensiver mit der Ausbildung in der Zahnmedizin beschäftigen können.

Noch eine Beobachtung (Eigenart der Zahnmedizin?): Das halbe Auditorium erschien mit MacBooks und iPhones :-)weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Transfer- und Entwicklungsforschung in der ZfE

14 Juni, 2010 - 07:12
Die Zeitschrift für Erziehungswissenschaft hat ein Themenheft (März 2010) veröffentlicht zu Transferforschung im Bildungsbereich. In verschiedenen Beiträgen wird ein alternativer Zugang bildungswissenschaftlicher Forschung - jenseits der traditionellen empirischen Bildungsforschung - diskutiert. Prenzel verfolgt dabei eine Perspektive, die vom "Transfer" und der "Anwendung" von Forschung "in die Praxis" ausgeht und über "Begleitforschung" von Innovationsvorhaben spricht. Eine empirische Auswertung solcher Modellversuchsvorhaben stellen Nickolaus u.a. vor. Dabei zeigt die Auswertung, dass erfolgreiche Modellversuche wesentlich mehr "in das Feld" hinwirken, als die Vorhaben nur zu "begleiten".

Die Hintergründe dieser, bereits seit längerem international geführten Kontroverse hatten bereits Fischer u.a., ebenfalls in der ZfE in einem Beitrag aufgezeigt. Cornelia Gräsel kontrastiert im vorliegenden Heft die verschiedenen, vorliegenden Lösungsansätze. Der Beitrag des Nürnberger Kollegen Einsiedler - für mich am interessantesten - spitzt die Problematik möglicher "Entwicklungsforschung" nochmals zu und bezieht dabei auch die Vorschläge von Reinmann / Kahlert (s. Nutzen wird vertagt) zu einer pragmatischen Unterrichtsforschung ein. Er kommt zu einem Raster für Entwicklungsforschung in der Didaktik, mit dem sich (die weitere Diskussion über) Forschungsstrategien m.E. gut strukturieren lässt.

Vielleicht wird dieses Heft der ZfH einmal als Wendepunkt in der bildungswissenschaftlichen Forschung im deutschsprachigen Raum referenziert werden. (Ok: #Wunschdenken)weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

CHE macht ratlos

11 Juni, 2010 - 15:33
Neben dem Shanghai-Ranking gilt das "Times"-Ranking der Universitäten als wichtige Quelle für internationale Hochschulvergleiche. Was lange vermutet wurde, wird nun von einem "Insider-Bericht" bestätigt: Es wird deutlich, wie fragil, ja fraglich die Erhebungsprozedur ist ("Sorry, unsere Uni-Rankings waren Quatsch" ). Die großen, jährlichen Schwankungen in der Liste werden durch die kleinen Stichproben erklärbar. So basiert das Ranking etwa auf Antworten von 182 Wissenschaftler/innen aus Deutschland! - Ich behaupte, das würde als Sample kaum für eine entsprechende Bachelor-Arbeit reichen.

Kommen wir zum deutschen CHE-Ranking: Zerknirscht haben wir in U Duisburg-Essen das neue CHE-Ranking zur Erziehungswissenschaft zur Kenntniss genommen. Es macht mich (und andere) einfach vollkommmen ratlos. Wir können uns schlechterdings den "Abrutsch" nicht erklären. Vor ZWEI Jahren hatte die Uni - gerade in den Forschungsparametern (s. Forschungsranking) - recht gut abgeschnitten.

Die UDE ist in der Bewertung der Studierenden - im Vergleich zur Bewertung von Studierenden anderer Universitäten - in vier von fünf Parametern abgerutscht bei ...

- Bibliotheksausstattung: Unsere Universität hat in den letzten Jahren mehrere Mio. (!) Euro in Studienliteratur (aus Studienbeiträgen) investiert. Es gibt m.W. im weitem Umfeld keine UB, die derartig viele Expemplare von Lehrwerken für Stud. vorhält. Die UB bietet mit ihrem "digitalen Semesterapparat" einen zuverlässigen und bei Stud. beliebten Service an. Es wurden ca. 150 neue PC für Studierende in der UB installiert. Es liegen umfangreiche Kundenbefragungen (bei 30.000 Stud.) vor, die eine gute bis sehr gute Leistung der UB attestieren.

- IT-Infrastruktur: Auf dem Campus Essen wurde letztes Jahr eine zusätzliche PC-Hall mit weiteren 200 PC eingerichtet. Der Campus ist fast komplett und zuverlässig mit WLAN versorgt. Die Ausstattung von Hörsälen mit Beamern ist - gerade im Vergleich mit anderen Unis - hervorragend, das Rechenzentrum betreut die Beamer und wartet diese ständig. Mail, Webspace, Groupware, Wiki .. alles da. Auch hier: Kundenbefragungen bei 30.000 Stud. zeigen eine durchaus positive Einschätzung, mit konrekten Hinweisen für Verbesserungsmöglichkeiten.

- Betreuung durch Lehrende: Die Universität hat beschlossen ein hochschulweites Mentoring-System einzuführen. Bereits heute liegen spezielle 1:1-Mentoring Linien vor, etwa für Stud. mit Migrationshintergrund, begabte Frauen, jetzt beginnt ein Mentoring für "Bildungsaufsteiger". Die Fakultät Bildungswissenschaften hat mehrere hauptamtliche Studiengangsbetreuer/innen eingestellt sowie eine ganze Reihe von zusätzlichen Lektor/innen, die sich intensiv und alleine in der Lehre um die Betreuung der Stud. kümmern. Unsere Lehrevaluation, die an der Fakultät regelmässig mit mehreren tausend Studierenden durchgeführt wird, zeigt einzelne Schwierigkeiten auf. Insgesamt zeigt sie, dass die Studierenden mit dem Angebit sehr zufrieden sind, und auch die Forschungs- wie Praxisnähe schätzen. Ganz anders im CHE-Ranking, wo wir in all diesen Parametern "absaufen".

- Studiensituation insgesamt: Ja, die Studiensituation insgesamt ist wirklich noch nicht besonders attraktiv - die Räume und der Campus sind keine Schönheit. Ein Verschlechterung kann ich jedenfalls nicht erkennen. Auch hier wurden in den letzten 2-3 Jahren bereits deutliche Anstrenungen unternommen. Für die Master-Stud. findet die Lehre etwa seit 2 Semestern in einem ganz neuen und modernen, angemieteten Bürogebäude neben dem Campus statt - eine ganz andere Welt als das Studieren in den vielfach renovierungsbedürftigen Seminarräumen "auf" dem Hauptcampus in Essen.

Forschungsparameter: Wir haben an der Fakultät statt 34,2 Tausend € pro Jahr an Drittmitteln nur noch 28,1 Tausend € pro Wissenschaftler/in eingenommen und sind auch damit abgerutscht. Unser Lehrstuhl / das Duisburg Learning Lab wirbt - vom gesamten Forschungsbudget der ca. 30 Professuren der Fakultät - regelmässig ein Drittel dieses Forschungsbudgets von Außen ein. Dabei sind die Einwerbungen des Duisburg Learning Lab in beiden letzten Jahren konstant um jeweils mehr als 20% gestiegen. Im Resultat ein unbefriedigendes Ergebnis.

Ich will damit zeigen: Diese Erhebungen werden innerhalb der Universität, von Lehrenden und Verantwortlichen ernsthaft durchgearbeitet, um Hinweise für Verbesserungen zu erhalten. Die Ergebnisse wären relativ zu interpretieren und müssten heissen: Auch wenn ihr euch enorm angestrengt habt, die Studiensituation zu verbessern, die anderen Unis waren einfach besser. Dennoch, so ratlos war ich bei dem Versuch der Interpretation von Daten und dem Abgleich mit "meiner Realität" selten. Bleibt die Frage, ob auch hier möglicherweise kleine Stichproben (oder andere Artefakte?) für solche "erratischen" Ergebnisse verantwortlich sind?weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Zur Zukunft der Akkreditierung

19 Mai, 2010 - 15:35
Letzte Woche fand in Wien ein Workshop der Akkreditierungsagentur AQA in Wien statt, der aktuelle Probleme im Bologna-Prozess im Gespräch mit Akteuren an Hochschulen aus D und A aufgriff, (und wo ich unsere Überlegungen aus dem BMBF-Projekt zum Lifelong Learning an Hochschulen vorstellte.) In seinem Beitrag kritisierte der Vorsitzende des Akkreditierungsrates Prof. Grimm die aktuelle Praxis der Akkreditierung von Studiengängen für mich überraschend deutlich und scharf.

Seines Erachtens werden die recht offenen Bologna- Rahmenvorgaben in der Umsetzung (in D) zu eng angewendet; die Steuerung würde zu stark in Studiengänge eingreifen, etwa wenn versucht wird, bestimmte Lehrinhalte oder auch Stellenausstattungen in die Studiengänge hineinzudrücken: Es wird eine zu eng verstandenen Detailsteuerung praktiziert (s.a. Interview in F&L). In der Diskussion wurde gerätselt, wo diese - allseits beanstandete - Detailsteuerung entsteht? Ist es das überbordende Kontrollbedürfniss der Agenturen? Sind es böswillige Professor/innen? Im Einzelfall vielleicht, im Ganzen aber sicher Nein.

Meine Überlegung: Das Problem entsteht vielleicht dadurch, dass vermieden wird, die Kriterien der Akkreditierung tatsächlich "eng" zu explizieren. Man überlässt es "dem Verfahren", die fachlich richtigen Kriterien und Wertungen festzulegen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass enge Kritiern über einen Studiengang "übergestülpt" werden und die fachkulturellen Gegebenheiten ausser Acht gelassen werden. Zugleich schafft genau dies Unsicherheiten auf allen Seiten, die - je nach Konstellation - zu guten oder schlechten Verfahren führen.

Weiterhin ist in der Diskussion, was das Verfahren "eigentlich" will: "Zertifizierung" oder "Beratung"? "Mindest-" oder "Qualitätsstandards"? Alles zusammmen geht kaum. Für Zertifizierung von Mindeststandards könnte man sich das mühsame Verfahren mit externen Gutachter/innen sparen, hierzu könnte ein entsprechend ausgebildete/r Expert/in eine Checkliste durchgehen (Nebenbei: Es scheitern etwa 1% der Anträge auf Akkreditierung.) Ich meine, dies wäre ein durchaus gangbarer Weg. "Beratung" und "Begutachtung" im Rahmen von "institutioneller Evaluation" und "Qualitätsentwicklung" sind - nur scheinbar in den Elementen - ähnliche Verfahren, die man mit "Zertifizierung" nicht gleichsetzen darf.

Ich denke, die weitere Diskussion dieser Fragen zur Programmakkreditierung wäre wichtig. Die aktuelle hochschulpolitische Diskussion verläuft jedoch interessanterweise in Richtung "Systemakkreditierung" (, die - so ein Eindruck - an vielen Hochschulen noch weniger geliebt wird.) Danach werden "nur" mehr etwa 15% der Studiengänge "programm(re)akrediert", wenn ein internes Qualitätsmanagement in der Hochschule aufgebaut ist, das im Rahmen der Systemakkreditierung geprüft wird. Dies erscheint mir grundsätzlich ein guter Schritt, der an der Uni Duisburg-Essen mit dem Verfahren der systematischen, internen institutionellen Evaluation seit etwa 2007 aufgebaut wird.

Dennoch stellen sich die o.g. Fragen zur Programmakkreditierung nun auch für den Ablauf des Verfahrens der System- Akkreditierung. Es hilft nichts, wir sollten weiter über diese Verfahren diskutieren.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Bildungsthema in den Langstagswahlen NRW

30 April, 2010 - 20:32
In NRW stehen Landtagswahlen an, und "Bildung" ist eines der wenigen Themen, mit denen sich eine Landesregierung heute tatsächlich profilieren kann. Als Ausländer kann ich hier keine Stimme abgeben, und gerade deswegen erlaube ich mir einen persönlichen Blick (nur!) auf das Thema "Bildung" in den Wahlprogrammen.

Die Landesregierung hat mit dem Hochschulfreiheitsgesetz m.E. für die Hochschullandschaft NRW die Weichen in eine gute Richtung gestellt und ich meine, sie hat in mancher Hinsicht eine durchaus gute Arbeit (s. Selbstsicht) gemacht.

Betrachten wir jedoch unabhängig von der aktuellen Politik die vorliegenden Programme von CDU und SPD. Schauen Sie einmal selbst in die Texte und vergleichen Sie!

- Wird eine Vision formuliert?
- Werden Maßnahmen abgeleitet, die diese Vision einlösen können?
- Ist das Spektrum der Themen und Maßnahmen hinreichend breit, um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen?

Meine persönliche Auswertung: Die SPD formuliert in diesem Text (!) für mich klar nachvollziehbare Ziele und leitet daraus eine angemessene Breite von Maßnahmen ab. Ich finde erkennbar, dass wissenschaftliche Expertise in den Text eingeflossen ist bzw. aufgegriffen worden ist.

Der Text der CDU ist erstaunlich kurz und wirkt auf mich, als ob er ohne intensivere fachliche Beratung zustande gekommen ist. Ich kann kein durchgängiges Programm erkennen und lese nur wenig über Herausforderungen von Heute und wie diese angegangen werden sollen.

Nun war die frühere Bildungspolitik der SPD in NRW keineswegs besonders überzeugend, selbst Frau Kraft "gesteht Fehler ein". Und naütrlich gibt es bei einer Landtagswahl viele Aspekte, die für eien individuelle Wahlentscheidung relevant sind, aber - da bin ich selbst überrascht - beim Thema "bildungspolitische Aussagen" scheint mir die Gewichtung erstaunlich eindeutig (oder habe ich da Wesentliches übersehen?).weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

Learntec per CfP?

30 April, 2010 - 12:17
Die Learntec in Karlsruhe besteht aus einem Ausstellungsbereich, auf dem sich vor allem Anbieter von E-Learning Produkten und Services präsentieren, und einem Kongressbereich mit Vorträgen, der zusätzlich besucht werden kann. Lange wurde der Kongress von Kollegen Beck und Sommer (PH Karlsruhe) betreut, die immer wieder akribisch nach interessanten und neuen Themen und Referenten suchten und das Programm zusammenstellten. Beck & Sommer haben in die Gespräche mit möglichen Referenten viel Energie gesteckt und den inhaltlichen Aufbau der Tage konzipiert. Sie haben Referenten gezielt angesprochen und um sie geworben, zumal sich die Frage stellt, warum man auf einem kommerziellen Kongress mit hohen Eintrittsgebühren (fast) ohne Honorar sprechen soll.

Dieses Jahr nun - ohne Leitung von Beck und Sommer - ruft die Learntec auf, selbst Kongressbeiträge (und Themen !?!) einzureichen. Warum nicht, könnte man denken? Ich bin allerdings etwas ratlos: Das Prinzip eines "Call for Papers" stammt aus der Wissenschaftswelt, wo man Wissenschaftler aufruft, ihre neuesten Ergebnisse zu präsentieren. Dort gehorcht die "CfP-Prozedur" einer jahrzehntelange herausgearbeiteten Tradition: Es werden Programmkommittes eingesetzt, Kriterien und Gutachter/innen benannt, Publikationswege gefunden, die Termine gesetzt etc. etc.
Auf der Website der Learntec finden wir nichts darüber: Wir wissen nichts über das Prozedere, die Gutachter, die Termine, die Kriterien, die Publikationsmöglichkeiten... Ich bin unsicher, ob das Verfahren in dieser Weise für einen "Publikumskonkgress" gut funktioniert.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

SpamSpaß

28 April, 2010 - 11:54
So macht Spam mal richtig Spaß:

>>>

Lieber uni-due.de Konto-Inhaber,

Diese Mitteilung ist von der uni-due.de Mitteilungmitte zu allen uni-due.de E-Mail-Kontoinhabern. Das Büro von Informationstechnologie ist bei dem Abweichen aller uni-due.de E-Mail-Konto zu verbesserten zentralen E-Mail-Serviceen. Wir löschen alle unbenutzten uni-due.de E-Mail-Konto, um mehr Räume für neue Konten zu verursachen.
Um Ihr Konto am Sein zu verhindern geschlossen, müssen Sie die Informationen unten zur Verfügung stellen um sie zu aktualisieren damit wir sicher sind, dass Ihr Konto noch Active momentan ist.

BESTÄTIGEN SIE IHRE EMAIL-IDENTITÄT UNTEN:
EMail-username: .......... .....
EMail-Kennwort: ................
Abteilung : ................

Warnung!!! Kontoinhaber, der ablehnt, sein oder E-Mail-Konto innerhalb 10days des Empfangens dieser Warnung zu aktualisieren verliert sein oder E-Mail-Konto dauerhaft.
Danke für die Anwendung von uni-due.de
Warnender Code: VX2G99AAJ
Freundlicher Respekt,
uni-due.de Webmaster.

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Medienkompetenz für die Bildungswissenschaft

16 April, 2010 - 16:20
Im Bachelor Bildungswissenschaft betreut der Lehrstuhl das Modul 10 Mediendidaktik. Das Modul umfasst Veranstaltungen im 5.+6. Semester und besteht aus den Pflichtteilen:
  • 10.1 Vorlesung: Lernen mit Medien (Klausur)
  • 10.2 Seminar (unbenotete Lernaufgaben)
  • 10.3 Medienprojekt (Medienprodukt mit Doku)
Die Workload des Moduls umfasst 450 Lernstunden - davon 330 Stunden im Selbststudium - und somit 15 Leistungspunkte. Der Modulaufbau ist zunächst nicht sonderlich bemerkenswert. Die Umsetzung als Pflichtprogramm für eine Semesterstärke von mind. 100 Studierende ist für mich jedoch Neuland. Im letzten Semester hatte ich bereits das Format einer Vorlesung mit FTF- und Online-Elementen (E-Lectures: Beispiel) erfolgreich eingeführt. Mit den Adobe Presenter Aufzeichnungen und weiteren Lernmaterialien (auf unserem Drupal-LMS) war eine gute Grundlage für die Selbststudienphase gegeben; mit den Klausurergebnissen des letzten Semesters bin ich "im Ganzen" recht zufrieden gewesen. Heute haben wir - nach einem Testlauf im letzten Semester - mit dem Medienprojekt angefangen. Wie aber organisiert man eine Veranstaltung "Medienprojekt" für einhundert Studierende? Unsere Lösung(sversuch): Am Freitag Vormittag gibt es ein Plenum "für alle". Dort erläuterte ich wesentliche Schritte bei der Planung eines (Bildungs-) Medienprojektes: Zielgruppenanalyse, Spezifikation von Zielen, etc. Zugleich werden ausgewählte Werkzeuge erläutert, die bei der Medienproduktion zum Einsatz kommen können. Am Freitag Nachmittag geht es dann in 10 parallele Arbeitsgruppen mit unterschiedlichem inhaltlichen Fokus und mit Verstärkung durch externe Lehrbeauftragte. Alle Projekte werden bestimmte Meilensteine bearbeiten, die dann wiederum im Plenum vorgestellt werden.
Über unsere Erfahrungen werde ich berichten: Eigentlich bin ich recht guter Dinge, nicht zuletzt auch durch die Verstärkung durch Lehrbeauftragte. Auf diese Weise können wir tatsächlich einer großen Gruppe von Studierenden der Bildungswissenschaft das Medienthema nahe bringen und zwar in der Breite (nicht unbedingt in der Tiefe!) der erforderlichen Kompetenzen: Kentnisse und Fertigkeiten sowohl im Umgang mit theoretischen Konstrukten als auch in deren Anwendung in der Entwicklung mediengestützter Lernangebote. Ich meine, es wäre gut, solche Inhalte in jedem bildungswiss. Studiengang zu sehen.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de

E-Learning: hochschul- und länderübergreifend

15 April, 2010 - 12:55
Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns am Duisburg Learning Lab mit der Frage der Organisation hochschulübergreifender Lehre: Ein Großteil der E-Learning Projekte spielt sich bislang im Rahmen der "eigenen" Lehre ab: Ich entwickele ein E-Learning Angebot für meine Lehrveranstaltung, erprobe es in meiner Lehrveranstaltung und untersuche es dort. Dann stelle ich es möglicherweise Anderen, z.B. als open educational resource, zur Verfügung. Häufig mit dem "Nebeneffekt", dass dies andernorts wenig Anklang findet.
Ein ganz andere Konstellation ergibt sich bei der konsequenten Planung von Lernmedien für einen hochschulübergreifenden Einsatz. Interessanterweise hat dies weitreichende Implikationen für das didaktische Design, die Konzeption, das "Geschäfts- und Betriebsmodell", den Entwicklungs-, Einführungs- und Betreuungsprozess. Man ahnt es: Alle diese Prozesse werden aufwändiger. Dennoch zeigt sich, dass nur über diesen aufwändigeren Prozess eine hochschulübergreifende und damit letztlich "nachhaltige" Nutzung zu erzielen ist.
Das Projekt RuhrCampusOnline bietet ideale Voraussetzungen, um diese Hypothese zu untersuchen. Langsam aber stetig, schaffen wir einen hochschulübergreifenden Raum für Online-Kurse, bei denen mindestens eine Hochschule Anbieter ist, und mindestens eine andere Hochschule im Ruhrgebiet bzw. ein anderes Studienprogramm Abnehmerin.
Gestern nun hatten wir am Duisburg Learning Lab die Gelegenheit mit Paul Rühl, Geschäftsführer der virtuellen Hochschule Bayern (vhb), über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von NRW-Hochschulen mit der vhb zu sprechen. Anwensend waren auch weitere Vertreter aus dem Innovationsministerium und dem Hochschulbereich, um grundlegende Fragen zu eruieren. Verblieben sind wir, dass wir im ersten Schritt im Rahmen der UAMR-Hochschulen über das Projekt RuhrCampusOnline die Zusammenarbeit mit der vhb erproben. In dem Workshop "E-Learning NRW", den planmässig wieder im Herbst am Duisburg Learning Lab für E-Learning Akteure aus NRW durchgeführt wird, werden wir über Möglichkeiten und Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen NRW-Universitäten / Fachhochschulen und vhb berichten.weitere Neuigkeiten vom Duisburg Learning Lab unter mediendidaktik.de
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