- brittavoss: Kannte ich noch gar nicht: Google Font Directory mit Preview: http://code.google.com/webfonts/preview#font-family=Reenie+Beanie
- brittavoss: Wochenendtipp: Eröffnungsfeier Landhotel Möllhagen :) http://www.britta-voss.de/mlop4
- brittavoss: RT @DerWesten: Der Frühdienst sagt Guten Morgen und warnt Bahn-Pendler: Auf Linien S5/S8, S6, S9, S11, RE 2, 5 und RB 35 teilw. Sperrung ...
- brittavoss: Gibt es eigentlich Untersuchungen inwieweit Staus und Bahnverspätungen die Wirtschaft belasten? Ich hätte gestern in Duisburg bleiben sollen
- brittavoss: Am duisburger hbf sind Infotafeln leer, es herrscht verwirrung. Immerhin es gibt bus ersatz nach emmerich. Wenn Ich doch nur dahin müsste;)
Konzeptblog (Joachim Wedekind)
Antennagate
Mit dem aktuellen Antennenproblem des iPhone 4 sorgt Apple für einige Aufregung. Kein Wunder, dass es auch etliche witzige Kommentare - sogar Videos - provoziert hat. Mit am besten hat mir der Bezug zu Apples legendärer Werbe-Kampagne “Think Different.” (1997) gefallen …
(Bildnachweis: links Wikipedia, rechts Originalquellen über macwelt.de nicht nachvollziehbar)
SoftwareMuseum: MacPaint
Für alle Freunde hoher Programmierkunst gibt es nun den Quellcode des Programms MacPaint (5.822 Zeilen Apple Pascal Code + 3,583 Zeilen Code in Maschinensprache des Motorola 68000 Mikro-prozessors) und dazu noch die QuickDraw Grafikbibliothek (weitere 17.101 Zeilen Code in Maschinensprache in 36 Dateien). Die Firma Apple hat dem Computer History Museum dieses Material überlasssen, wo es nun herunter geladen werden kann.
MacPaint Bild (Susan Kare)
Credit: Apple, Inc.
Das Programm wurde 1984 zusammen mit MacWrite auf dem Apple Macintosh ausgeliefert. Geschrieben wurde es von Bill Atkinson, der zuvor schon entsprechende Anwendungen für die Apple Lisa geschrieben hatte. Damit konnten mit einer grafischen Benutzeroberfläche und Mausbedienung pixelorientierte Schwarz-Weiß-Grafiken erstellt werden. Das Programm zeigte eine erstaunliche Performanz auf einem Rechner mit 128 KB Speicher und einem 8MHz-Prozessor und setzte einen neuen Maßstab für PCs. Sein Kollege Andy Hertzfeld erinnert sich an Details …
Zurück zu den Klassikern?
Informatikdidaktiker bin ich nicht, verfolge aber trotzdem seit Beginn die Diskussionen um geeignete Programmiersprachen für die Schule. Ein früher wichtiger Beitrag dazu war das Themenheft 3 (1983) der Zeitschrift LOG IN. Damals wurden u.a. Pascal, BASIC oder ELAN (eine spezielle Ausbildungssprache, die völlig in der Versenkung verschwunden ist) behandelt. Ernsthafter Kandidat war damals auch die listenverarbeitende Sprache Logo (als LISP- Abkömmling, Näheres auf meiner Webseite). Eher am Rande erwähnt wurde Smalltalk als Beispiel für eine damals relative neue Art der Programmiermethodik, die objektorientierte Programmierung.
Im neuesten Heft Heft 162/2010 von LOG IN gibt es fast dreißig Jahre später wieder mal eine Einführung in Objektorientiertes Modellieren mit SMALLTALK/SQUEAK von Rüdeger Baumann. Parallel dazu hat der Autor eine Diskussion mit der Squeak-Community angestossen mit einer Entwurfsfassung eines weiteren Artikels Smalltalk jetzt - adieu Java, in dem er für Squeak als Programmiersprache für die Schule plädiert. Ich finde das insofern interessant, als mir die Beschäftigung mit der Entwicklungsumgebung für das iPad verdeutlicht hat, dass der Vorschlag aktuell und praxisrelevant ist. Es ist ja so, dass die Programmier-sprache für Mac/iPhone/iPad eigentlich das C nur im Namen führt, aber der volle Name Objective-C darauf verweist, dass es sich dabei um einen Smalltalk-Abkömmling handelt.
Update 14.7.2010: Mit freundlicher Genehmigung des LOG IN Verlags kann ich nun auf die eingescannte Version des oben erwähnten Logo-Artikels verweisen, den ich auf meiner Webseite unter Logo/Geschichtliches aufgenommen habe.
für die Apple Fans …
In zwei Minuten 30 Jahre Apple-Geschichte aufleben lassen, dass gelingt Gary Katz mit seinem Video, in denen er Apple-Computer aus seiner Sammlung präsentiert. Duch die Zusammenstellung und das Morphing zeigt er nette Zusammenhänge des Designs der verschiedenen Computer auf.
Meine eigene Sammlung kann da leider nicht mithalten. Etliche Klassiker fehlen mir, wie der Mac Portable, der Cube oder gar eine Lisa. Nicht so leicht, an die Dinger ranzukommen, zumal ich den Anspruch habe, dass meine Museumsstücke noch funktionieren sollen und ich nur mit minimalem Geldeinsatz sammeln kann. Also wenn ihr solche Geräte übrig habt …
von Pixar lernen
Als bekennender Fan von Animationsfilmen freue ich mich schon auf den neuen Film von Pixar, der jetzt auch bei uns anläuft: Toy Story 3. Pixar bringt in schöner Regelmäßigkeit, nämlich fast jedes Jahr, einen Computer-Animationsfilm heraus, beginnend 1995 mit Toy Story. Sogar im Feuilleton meiner Tageszeitung wird die mit vielen Oscars gewürdigte Gesamtleistung von Pixar hervorgehoben.
Der Autor weist auf einen Umstand hin, der auch für unseren Themenbereich E-Learning/E-Teaching zentral sein sollte, nämlich, dass die Computertechnik nie zum Selbstzweck werden sollte. Zwar setzt Pixar - häufig als Pionier und Innovator - neueste High-End-Technik ein, so seit dem Film Up auch 3D-Technik; aber im Mittelpunkt stehen originelle Geschichten und Charaktere. Genau das können wir von Pixar lernen:
Es spricht nichts dagegen (auch neueste) digitale Werkzeuge und Techniken in der Lehre einzusetzen, wenn diese sich erfolgreich für die eigentlichen Ziele des Lehrangebots instrumentalisieren lassen - aber eben auch nur dann. So können kleine Perlen - Referenz-beispiele - entstehen, wie sie u.a. im Online-Podium bei e-teaching.org vorgestellt wurden, wo es darum ging, die klassische Form der Vorlesung mit Hilfe digitaler Medien methodisch umzugestalten.
Logo auf dem iPad?
Immerhin eine Einführung in grundlegende Elemente der Programmiersprache Logo bietet MirrorPaint, das es als App für das iPad (und für das iPhone) gibt. Der Befehlssatz ist sehr überschaubar (Forward, Left, Backward, Right, PenUp, PenDown, PenSize, PenColor, Mirror, Clear, Bomb, Fill, Home, Pause, Repeat, Shape), reicht aber, um typische Logo-Grafiken zu produzieren.
Vielleicht gibt es ja über kurz oder lang schulrelevante Werkzeuge zur Programmierung auch anspruchvoller Projekte. Eine Testversion der Squeak-Umgebung Etoys hat Bert Freudenberg jedenfalls auf dem iPad schon mal zum Laufen gebracht. Über die Eignung des iPads (und vergleichbarer Tablets) für die Schule kann eigentlich erst geurteilt werden, wenn die Entwickler genügend Zeit gehabt haben, ihre Projekte den neuen Umgebungen (u.a. für Multi-Touch) anzupassen.
Mail von Prof. Hisgen … (26)
Gerade ist der 26. Newsletter von e-teaching.org erschienen. Wie seit der ersten Ausgabe Tradition, findet sich auf der letzten Seite die Glosse, der Briefwechsel von Prof. Hisgen mit seiner Kollegin Prof. K. Latsch, wobei es immer um wichtige und unwichtige Dinge aus Bildung, E-Learning und dem Leben geht. Da die beiden auch während der mehrmonatigen Pausen zwischen den Newslettern korrespondieren, werde ich ab sofort diese Mails hier dokumentieren (und im Archiv ein paar ältere in Erinnerung bringen), beginnend mit der aktuellen …
Statt ganz aus der Welt der sozialen Netzwerke auszusteigen – wie aktuell in der Community heiß diskutiert – konzentriert sich Prof. Hisgen lieber auf den neusten E-Learning-Trend und fasst sich ganz kurz …
Werte Kollegin K. Latsch,
da sage noch einer, die Hochschulen (also wir Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen) würden Social Media nicht zeitnah für die Lehre aufgreifen.
Ich möchte daran erinnern, dass unsere Kollegen von der Mediendidaktik - jedenfalls die angelsächsischen Educational Technologists, die ich kennenlernen durfte - da immer sehr schnell waren. Kaum gab es Wikis, erschienen sogleich Artikel zu “Wikis in Education”, was sich genauso wiederholte mit “Blogs in Education” und bei Twitter mit “Microblogging in Education”.
Ich vermute, da erleben wir in Kürze die Fortsetzung beim nächsten Web 2.0-Hype, dem Nanoblogging. Nachdem es sich gezeigt hat, dass sich Nachrichten von maximal 45 Zeichen Länge besonders einfach und sicher in Echtzeit übermitteln lassen (Wave lässt grüßen), hat ein pfiffiges Studentenduo vom deutschen MIT (dem Karlsruher KIT) den Nanoblogging-Dienst erfunden und angeboten: Dafür hat sich eingebürgert, alle Vokale in einer Nachricht wegzulassen und so trotz des Zeichenlimits komplexe Aussagen zu transportieren. Ich wette in Kürze gibt es die ersten Berichte über “Nnblggng n dctn”!
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Unmögliche Figuren - animiert und in 3D
Unmögliche Figuren sind Objekte, die auf den ersten Blick durchaus realistisch erscheinen, bei näherem Hinsehen aber offenbaren, dass es sich um eine optische Täuschung handeln muss. Zu den bekanntesten Beispielen gehören das Penrose Dreieck oder die legendäre Endlostreppe von M.C. Escher. Der Effekt hängt stark von der Beobachterposition ab. Es ist deshalb sehr schwierig, solche Objekte animiert darzustellen.
Einem Team der Universität Hongkong um Dr.Tai-Pang Wu ist es nun mit spezieller 3D Software gelungen, solche Effekte aus unterschiedlichen Betrachterwinkeln zu generieren.
Steuer gegen Armut
wie heisst es in dem Video: Es ist wahnsinnig kompliziert. Schon, aber im Ansatz ist die Steuer gegen Armut (genauer die Finanztransaktionssteuer) richtig und notwendig und das Video macht das auf unaufdringliche Art deutlich …
Eine Systemfrage?
Für das iPhone-Projekt der Primarschule Goldau diskutiert Beat Döbeli die Frage, ob geschlossene, proprietäte Systeme für die Schule sinnvoll sind. Es lohnt sich, seine Abwägungen zu gesellschaftspolitischen, Informatik-didaktischen und ökonomischen Aspekten in Gänze nachzulesen. Hintergrund ist die Tatsache, dass das iPhone (und nun auch das iPad) allerlei Einschränkungen seitens Apple unterliegt, was ja auch außerhalb des Schulkontextes kontrovers diskutiert wird.
Wie ich hier schon geschrieben habe, plädiere ich für eine 1:1-Ausstattung und zwar schon mit Beginn der Grundschule. In dem Kontext möchte ich dann allerdings die Frage der Ausstattung ungern zu einer Systemfrage stilisieren, sondern halte es für wichtiger, dies an schulrelevanten Nutzungsformen auszurichten (ausführlicher in Wedekind, 2010):
- Zugang zum Weltwissen (über das Internet)
- Unterstützen kooperativen und kollaborativen Arbeitens sowie Kommunikation (sowohl intern als auch extern)
- Erschließung neuer Inhalte (über das Web) bzw. neuer Zugänge zu Inhalten (Computer als Werkzeug mit Multimedia und Interaktion)
- Unterstützen eigenständigen und selbstgesteuerten Lernens
Weil ich die System- bzw. Geräteauswahl daran ausrichte, plädiere ich heute nicht mehr für Netbooks, sondern für die Einführung von Tablet-PCs. Das iPad hat dafür die Messlatte gelegt; mit dem WePad u.a. stehen in Kürze Alternativen zur Auswahl. Mit all diesen Geräten wird der Zugang zum Internet ermöglicht und genau darüber (und weniger über proprietäre Apps) der (in der Regel kostenlose) Zugriff auf webbasierte Werkzeuge, mit denen die o.g. Nutzungsformen umsetzbar sind.
Ich kann deshalb Guzdials Bedenken nicht teilen, die Menschen (hier also unsere Schülerinnen und Schüler) würden dadurch zu reinen Bedienerinnen und Bedienern der Geräte; im Gegenteil, die Elemente des Mitmach-Web können damit in den Unterricht geholt werden. Zumindest bei den iPad-Alternativen sollte sogar der Zugriff auf schulrelevante Programmierumgebungen möglich werden (wie (Net)Logo, Scratch, Etoys usw.). Mit der Kombination klein, leicht und Multitouch sind die Tablets deshalb für unsere Grundschulen eine attraktive Alternative zum XO-Laptop.
Was will die Generation Internet wirklich?
Das ist die Leitfrage des Stuttgarter Medienkongress, der Lösungen für den Umgang mit der Zielgruppe 14-29 Jahre liefern soll, nämlich den Medienmix für die Digital Natives. Abgesehen davon, dass der Kampf gegen gedankenlosen Gebrauch der Begriffe Generation Internet oder Digital Natives offensichtlich einer gegen Windmühlen ist, ist das Irritierende, dass die Vertreter dieser Zielgruppe selber bei dem Kongress wohl kaum vertreten sein werden. Für die ist schon die Tagungsgebühr von 125,00 € eine Zugangsbarriere und auch im Programm sind sie nicht direkt vertreten. Das wird bestritten von Top-Referenten aus der Medienbranche (unter der Schirmherrschaft von Medienminister Rau - genau: bis vor kurzem Kultusminister in Baden-Württemberg). Die sollen Antworten liefern auf die entscheidene Frage, was die Generation Internet wirklich will.
Besetzung und Programm stehen für mich in Gegensatz zu anderen Foren, über die ich mich bisher diesem Themenkomplex genähert habe, wie etwa die EduCamps. Aber das liegt sicher mit daran, dass es hier ja auch um neue Geschäftsmodelle und zukunftsstarke Strategien der Medienbranche gehen soll, nämlich um Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten in Bezug auf den Medienkonsum und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Märkte. Womit also der Kongress eine neue Plattform für die Medienschaffenden bieten und Stuttgart dabei als Standort starker Medienunternehmen ins Bewusstsein gebracht werden soll. Na, mal sehen, ob ich den Kongress auch von Außen etwas begleiten kann; es gibt RSS-Feed, Twitter und eine XING-Gruppe.
A/V-Boom?
Nach einigen Tagen Urlaub steht das Aufarbeiten der aufgelaufenen Informationen an. Tweets nachlesen geht schon mal gar nicht; es sind einfach zu viele. Bei RSS-Feeds wirds auch mühsam. Was mir aufgefallen ist (auch wenn ich dazu keine Strichliste angelegt habe): Es gibt immer mehr Audio- und Videobeiträge, auf die per Tweet verwiesen wird oder die direkt in den Blogs angeboten werden. Ich habe damit ein Problem.
Nach jahrelanger Praxis kann ich schriftliche Dokumente relativ schnell überfliegen, auf Relevanz für mich überprüfen, Argumentationsstränge nachvollziehen und bei Bedarf Passagen exzerpieren oder speichern. Bei den Audio- und Video-Beiträgen kann ich das nicht. Da bin ich gezwungen, alles von vorne bis hinten anzuhören/anzusehen; wenns wirklich wichtige Passagen sind womöglich mitschreiben. Für mich widerspricht das dem schnellen Medium. Gut, bei YouTube kann ich im Prinzip durchscrollen, dann aber nur am Bild orientiert. Bei den Webaudios gibt es i.d.R. keinen schnellen Vorlauf mit Ton - obwohl ich mich erinnere, dass auf der DeLFI 2006 eine Studie vorgestellt wurde, dass bei bis zu dreifacher Ablaufgeschwindigkeit der Sinngehalt noch erfassbar sei.
Aber letztlich ist es eben eine Form der linearen Rezeption in Echtzeit (die ich meistens nicht habe bzw. aufwenden kann und will). Da hilft es dann auch wenig, wenn z.B. der geschätzte Herr Larbig bei seinem neuesten Audiobeitrag anmerkt, dass auf jeden Fall die letzten 2:30 (von insgesamt 17) Minuten wirklich angehört werden sollten.