- brittavoss: Kannte ich noch gar nicht: Google Font Directory mit Preview: http://code.google.com/webfonts/preview#font-family=Reenie+Beanie
- brittavoss: Wochenendtipp: Eröffnungsfeier Landhotel Möllhagen :) http://www.britta-voss.de/mlop4
- brittavoss: RT @DerWesten: Der Frühdienst sagt Guten Morgen und warnt Bahn-Pendler: Auf Linien S5/S8, S6, S9, S11, RE 2, 5 und RB 35 teilw. Sperrung ...
- brittavoss: Gibt es eigentlich Untersuchungen inwieweit Staus und Bahnverspätungen die Wirtschaft belasten? Ich hätte gestern in Duisburg bleiben sollen
- brittavoss: Am duisburger hbf sind Infotafeln leer, es herrscht verwirrung. Immerhin es gibt bus ersatz nach emmerich. Wenn Ich doch nur dahin müsste;)
Berlin - Peking
Der Mitarbeiter des Monats
Der Auszeichnung zum Mitarbeiter des Monates in Deutschland entspricht in China etwa der Auszeichnung zum Modellarbeiter (nur hat dieser noch einen sozialistischen Hintergrund und wird nicht monatlich ernannt).
In sengender Hitze am Straßenrand stehend mussten sich die Kandidaten einer bekannten Beijinger Supermarktkette dafür die Vorträge ihrer Vorgesetzten anhören – neugierig beäugt und fotografiert von vorbeilaufenden Konsumenten.
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Dieses Sprichwort gibt es natürlich in China auch, denn die Chinesen sind extreme Frühaufsteher. Geht man morgens kurz nach sechs in einen Beijinger Park, ist dieser voll mit vor allem älteren Menschen, die Sport machen oder einfach ein bisschen schwatzen.
Dieser Mann tut gleich beides (das sage noch mal einer, Männer seien nicht multitaskingfähig!): Er schwatzt, während er entspannt den Spagatsitz ausprobiert.
„Womenstuff“
Würde unsere Chinesischlehrerin wohl zu diesem Hobby sagen: das Häkeln. In der Öffentlichkeit sieht man oft Frauen sitzen, die wirklich nette Dinge häkeln.
So z. B. schicke Fahrradsitzschoner
oder dieses nette Häkelschwein, das dem Besitzer beim Autofahren beistehen soll.
Alles, was ein Mann braucht …
… ist ein erfrischendes Bad inmitten von Peking, danach etwas zu essen, eine Zigarette und dazu ein Bier.
Things Chinese: Das Spiel
Die Beijinger spielen leidenschaftlich gern. Man sieht sie an „festen“ und mobilen Sitzecken chinesisches Schach oder Mahjong spielen und Pokern – in sengender Hitze
Auto anzünden verboten
… und das Explodierenlassen jeglicher Automobile natürlich auch. Für diese Verbote wurden im Botschaftsviertel extra reguläre Verkehrsschilder überklebt.
Peking ade
Immer wieder sieht man an den alten Häusern in den Hutongs das Zeichen für „Abriss“.
Ganze Viertel sind allein in der Zeit, in der wir hier sind, abgerissen worden. Der alte Stadtkern wird so immer kleiner, weil U-Bahnen, Shoppingmalls, Bürobauten und andere Hochhäuser gebaut werden.
Das ist oft ganz schön traurig, denn die für Beijing so typisch dörflich anmutenden Hutongviertel verschwinden langsam und Beijing bekommt das austauschbare Gesicht vieler chinesischer Großstädte.
Im Trüben fischen
Hier ist nun auch der Sommer eingekehrt, d. h. durchgängig von Ende Juni bis Ende August über 30°C (meist weit darüber), unterbrochen durch kurze zum Teil sehr starke Regenschauer.
Bei diesen Temperaturen wundert es auch nicht, wenn die eh ohne Frischwasser auskommenden Kanäle Pekings ins gesundheitlich bedenklich Grüne kippen.
Was allerdings wundert, dass das manche Angler nicht von ihrem geliebten Hobby abhält.
Things Chinese: It’s Crickettime
Sommerzeit ist Grillenzeit und nun haben letzte Woche endlich wieder die Grillen und Zikaden angefangen, laut zu zirpsen (Hier könnt ihr selbst hören). Grillen spielen als „Haustiere“ in China vor allem bei den Männern eine wichtige Rolle. Sie werden wegen ihres schönen „Gesangs“ und vor allem auch zum Kämpfen gehalten. Für den Tiertransport eignen sich die kleinen Rattankörbe
oder die Plastikboxen, in denen es dann einige Tiere auch schaffen zu überwintern – transportiert und schön warm gehalten in der inneren Jackentasche ihres Besitzers.
PS: Man muss wissen, dass Grillen nur ca. 100 Tage alt werden und dann im Herbst sterben. Der Stolz eines jeden Grillenhalters ist es daher, wenn das Tier den Winter übersteht. Der Kerl in der Plastikbox – Tier eines stolzen Taxifahrers – war weit über 6 Monate alt.
Vielfalt
Während man in Deutschland in den Parks spazieren geht, auf Bänken sitzt und maximal mal ein bisschen joggt oder mit Kindern spielt, gibt es in vielen Parks in Beijing für jede Freizeitbeschäftigung einen eigens angelegten Bereich. Besonders schön „strolling area“. Frei nach dem Motto: „Bitte hier spazieren gehen.“
Beijings Hairdresser
17 Millionen Menschen müssen auch mal die Haare geschnitten werden. Daher gibt es neben den vielen kleinen und großen Frisiersalons zahlreiche mobile Friseure. Neben einer neuen Frisur kann hier auch der Bart beschnitten werden. Das alles open air und ganz billig.
Frische Bambussprossen
Während man in Deutschland mit „Bambussprossen“ einen ekligen, fies muffig-sauren Geschmack verbindet und die Teilchen akribisch aus dem Essen sortiert, sind die frischen Bambussprossen hier in China eine wahre Delikatesse. Sie haben einen leichten sehr frischen Eigengeschmack und schmecken ein bisschen wie eine Artischocke (frisch versteht sich). Und im Frühjahr gibt es den besonders zart schmeckenden Frühlingsbambus. Mhm, wirklich gut!
Expo 3: Einmal um die Welt in 12 Stunden
Viele Chinesen nutzen die Gelegenheit bei der Expo, „an einem Tag einmal um die Welt zu reisen“. Beweisen kann man das dann später mit dem Expoausweis, in den man sich die Stempel aller Länder geben lässt. Leider war es deshalb oft so, dass gar nicht das Land und seine Kultur geschweige denn der Pavillon interessierte, sondern einzig allein die Stempelstelle.
Drachenbootrennen
In dieser Woche fand in China das Drachenbootfest statt. Und auch hier in China werden tatsächlich Drachenbootrennen gefahren. Wir nutzten daher die Gelegenheit unseres „Betriebsausfluges“, um einmal das Drachenboot auf dem Houhai zu besteigen.
Das Rennen ist im vollen Gang …
Die ruhmreichen Gewinner legen an (ich bin auch irgendwo dabei – vorletzte Reihe).
Danach haben wir noch in gemütlich chinesischer Atmosphäre das Drama „Deutschland gegen Serbien“ geschaut.
Expo 2: Make your „ Access easy“
Wer einen Rollstuhlfahrer dabei hatte, war klar im Vorteil. Denn für Rollstuhlfahrer, Hochschwangere und Familien mit Kinderwagen gibt es in jedem Pavillon einen „Easy Access“. Wir wussten bis dahin gar nicht, dass es so viele Behinderte in China gibt (unseren chinesischen Kollegen war das auch neu)
und siehe da, manch einer schob dann wegen der ungewohnt anstrengenden Rumsitzerei auch mal den Rollstuhl selbst.
Aber auch einige Kinder, die in Kinderwagen gesehen wurden, hatten teilweise schon das Schulalter erreicht.
Expo 1: Die Samenkathedrale
Frisch von der Expo in Shanghai zurück, will ich kurz darüber berichten. Der britische Pavillon war wirklich der beeindruckendste, den ich mir von innen ansehen konnte (langes Anstehen bis zu fünf Stunden waren bei einigen Pavillons ganz normal), also war die Auswahl stark eingeschränkt.
Hier ein Bild von der gemeinen Exposchlange vor dem australischen Pavillon.
Die igelartige Außenhaut des britischen Pavillons besteht aus 60.000 langen dünnen Plexiglasstangen, die jede am inneren Ende einen oder mehrere Samen beherbergt (die Kathedrale ist sonst leer). Als Idee zu dem Motto der Expo „Better city better life“ wirklich klasse: einfach und wirkungsvoll.
Architektonisch war der dänische Pavillon sehr interessant, das schneckenartig gewundene Gebäude bot mit jedem Schritt einen anderen wunderschönen Ausblick. Auch die kleine Meerjungfrau war extra zur Expo angereist.
Erwähnenswert sind natürlich auch noch andere Pavillons, wie der portugisische (Außenhaut aus Kork), der schweizerische (oben drauf kann man Skilift fahren), der deutsche (innendrin die Energiekugel), der französische (mit dem besten Exporestaurant – leckeres 3-Gang-Menü) und und und …
Serviceparadies China: Das Handykondom
Da in chinesischen Restaurants oftmals ein Essen ohne Fett- und andere Flecke nicht möglich ist, bekommt man für die über den Stuhl gehängte Jacke einen Jackenschutz. Neu ist für uns jedoch der Handyschutz. In einem Shaanxi-Restaurant wurden sogar unsere kostbaren Handys in Tütchen gepackt. Welch ein Service!
Politische Bildung on a shoestring
Die Beijinger sind dafür bekannt, dass sie politisch interessiert und gut informiert sind. (Das liegt sicherlich auch daran, dass hier das politische Zentrum ist.)
Überall sieht man daher zeitungslesende Bürger und Bürgerinnen. Und für alle, die sich keine Zeitung leisten können oder wollen, hängt in den öffentlichen Parks eine tagesaktuelle Zeitung aus. Praktischerweise kann man so gleich kontroverse Themen diskutieren.
Wahre Liebe
Frei nach “Amelie“ fotografiert diese junge Frau ihre Lieblingspuppe auf Reisen („Puppe vor der chinesischen Mauer“). Aber auch in Deutschland gibt es ja mittlerweile Menschen, die ihren Teddys, Kuscheltierchen und Lieblingspüppchen etwas Gutes tun und sie in den wohl verdienten Urlaub schicken.
Gut für die Frau
Chinesische Datteln, auch Jujube genannt, sind gut für die Frau – für die Blutbildung – so heißt es hier in China. Da wundert es auch nicht, wenn dutzend verschiedene Arten und Größen in unterschiedlichen Geschmacksnuancen und Qualitäten angeboten werden.
Man isst sie getrocknet als Snack oder im Herbst ganz frisch. Wirklich lecker sind sie jedoch im Tee: Einfach zwei Datteln in den Schwarztee tun – mhm – das gibt dem Ganzen eine angenehme Süße.